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Romane

Veröffentlichung meines ersten Romans beim Verlag DeBehr im Mai 2014:

"Verschleppt in der Sahara - In der Hand von Terroristen"
von Wilhelm Eugen Mayr mit Zeichnungen - afrikanische Impressionen - von Doris Lerch, Nele und Rena Hambsch-Müller

ISBN: 9783944028828 / 12,95 € (auch als E-Book erschienen)


"Ein unter die Haut gehender Roman mit hochbrisantem Thema. Jedes Jahr werden weltweit Ausländer entführt, nicht immer gelingt deren Befreiung..." (...schreibt der Verlag)

Dazu bisherige Lesungen
  • auf der Leipziger Buchmesse im März 2014 (allein)
  • im großen Rathaussaal in Stuhr im Mai 2014 (zusammen mit Stefan Gerding als Co-Lektor und Raphael Legrand als Pianist)
  • im Spielraum-Theater in Stuhr-Seckenhausen im Juli 2014 (zusammen mit Stefan Gerding als Co-Lektor und Raphael Legrand als Pianist)
  • in der Stadtbücherei in Rees im August 2014 (zusammen mit Jörn Meyer als Co-Lektor und einem Streichquartett der "Haldern Strings")
  • im kleinen Saal der katholischen Pfarrei St.Paulus in Stuhr-Moordeich im Oktober 2014 (zusammen mit Jörn Meyer als Co-Lektor und Gitarrist)
  • in der Bartholomäus-Kirche in Syke-Barrien im September 2015 (zusammen mit Tim Strusina als Co-Lektor und Stefanie Meyer-Diekena als Sängerin, am Piano begleitet vom Autor)
  • im Friedrich-Gymnasium in Luckenwalde im Februar 2016 zwei Lesungen (zusammen mit Rolf Danzmann als Co-Lektor und Stefanie Meyer-Diekena als Sängerin, am Piano begleitet vom Autor)

Inhalt:

Nordafrika. Eine Gruppe deutscher Jugendlicher wird während eines Kulturaustausches bei einem Ausflug nach Ksar Ghilene in Tunesien verschleppt. Statt einer Reise in traumhafter Kulisse wartet das Grauen auf sie. Ihre Entführer handeln im Auftrag der Al Qaida. Eine Irrfahrt durch Libyen, Algerien und Niger beginnt und endet schließlich in einem Ausbildungs-Camp nördlich von Kidal in Mali, immer auf der Flucht vor dem einheimischen Militär und schließlich auch vor der eingeflogenen deutschen Spezialeinheit der G-S-G 9...

Hintergrund:

Musisch-kultureller Austausch einer KGS-Musicalgruppe mit tunesischen Jugendlichen aus Kebili in Stuhr und in Kebili mit dem Musical "Dream-Show-Tunisia" 2008. Als wir morgens in Ksar Ghilene, der kleinen Oase in der tunesischen Sahara, bei starkem Harmattan (Wüstenwind) aufbrachen, waren unsere Fahrer nach Tuareg-Art vermummt. Wir konnten nur noch ihre Augen sehen, ohne zu wissen: Wer ist wer...?
Da kam mir der erschreckende Gedanke: Was wäre, wenn man die Fahrer heimlich frühmorgens ausgetauscht hätte gegen Mitglieder der Al Qaida, die uns nun entführen würden? Weder die libysche noch die algerische Grenze waren allzu weit entfernt - wir konnten, noch bevor das tunesische Militär die Verfolgung aufnehmen konnte, entsprechend 'in Sicherheit' gebracht werden...
War das wirklich so realitätsfremd...? Keine Regierung auf der Welt würde es sich leisten können, eine geforderte Lösegeldsumme für 50 Jugendliche zu verweigern, auch nicht die deutsche Regierung. Schließlich wollen Politiker ja wiedergewählt werden...

Auf diesen Überlegungen basiert der Roman.


Kurze Leseprobe:

Keine arabische Musik, keine französischsprachigen Scherze unseres Fahrers mehr - nichts, was die Hinfahrt so unterhaltsam gemacht hatte.
„Sag mal, haben wir irgendetwas falsch gemacht? Hat einer von uns Mustafa vielleicht beleidigt?“
Pepe schien ebenfalls ratlos zu sein.
Ich betrachtete verstohlen die anderen Mitfahrer: Joachim turtelte leise mit Linn, meine Frau vorn auf dem Beifahrersitz schaute etwas müde zum Seitenfenster hinaus, die übrigen schliefen anscheinend - die Nacht war wohl zu kurz gewesen.
Wir waren wohl schon eine gute halbe Stunde unterwegs, Ksar Ghilene und auch die Reste des vorgelagerten Forts aus der Franzosenzeit lagen weit hinter uns, als der Fahrer den Landcruiser plötzlich beschleunigte und die Spuren vom Vortag verließ. Er hielt auf eine Sanddünenkette zu, die wir auf dem Hinweg nur von weitem gesehen hatten und die sich jetzt in der aufgehenden Sonne malerisch von dem übrigen Sandmeer abhob.
Irgendwie irritierte mich das.
Ich drehte mich um und sah, dass auch die anderen sechs Geländewagen in südwestliche Richtung abgebogen waren.
Dennoch fragte ich den Fahrer: „Are you sure, that we are right?“
Er reagierte nicht, sondern starrte auf die näher kommende Dünenkette.
„Hier stimmt doch irgendetwas nicht“, sagte ich halblaut zu Pepe.
Dieser wiederholte die Frage auf Französisch.
Die Reaktion war die gleiche: Schweigen.
Wir sahen uns an. Ich musterte Mustafa, den wir auf der Hinfahrt so aufgeschlossen fröhlich und redselig erlebt hatten. Er hatte seinen tiefblauen Chech dieses Mal mehrfach so eng um seinen Kopf und sein Gesicht geschlungen, dass nicht einmal mehr seine Nase zu sehen war, deren beachtliche Größe er zuvor immer stolz zur Schau getragen hatte. Nur seine dunkle Sonnenbrille ragte aus der Vermummung heraus.
Wir erreichten die Dünenkette und konnten erneut das Geschick unseres Fahrers bewundern, der den Wagen gekonnt über die Dünenkämme und, wo es sich anbot, durch die kleinen Dünengassen hindurch manövrierte.
„Das sollten wir mal von außen filmen“, schlug Pepe vor.
„Mustafa, could we stop please...“
Ich deutete auf meine Kamera.
Er sah mich durch den Rückspiegel an und sagte kurz: „No.“
„Hallo, Mustafa, we want to stop here for a short time“, wiederholte ich ärgerlich.
„I‘m not Mustafa“, entgegnete er kurz und steuerte die nächste Düne an.
„Tja, nun hast du deine Entführung“, feixte Pepe und strich mir über meinen nicht zu übersehenden Bauch. "Wenn wir zurück sind, wirst du mindestens zwanzig Kilogramm weniger auf die Waage bringen. Wirst schon sehen.“ (...)

(aus dem 1.Kapitel)





Auflagen:

Cover 1. Auflage (2014):

    



Cover 2. Auflage (2016):

    




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